Venenbehandlung

Als chirurgische Wahlordination mit Spezialisierung auf die minimalinvasive Behandlung von Venenerkrankungen bieten wir Ihnen in unserer Ordination in Mittersill eine umfassende Venendiagnostik und individuelle Therapiekonzepte auf dem neuesten Stand der Gefäßmedizin. Unser Schwerpunkt liegt auf der schonenden Behandlung von Krampfadern und Besenreisern sowie auf der Diagnostik und Therapie des postthrombotischen Syndroms und des pelvinen Stauungssyndroms (Beckenvenensyndrom). Ziel jeder Venenbehandlung ist es, Beschwerden wie Schweregefühl, Schwellungen und Schmerzen nachhaltig zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Unsere Leistungen bei Venenerkrankungen

Moderne Venendiagnostik

Krampfadern minimalinvasiv behandeln

Ambulant oder stationär

Spezielle Venenleiden

Sie leiden unter Krampfadern, schweren Beinen oder einem offenen Bein? Vereinbaren Sie Ihren Termin zur Venenabklärung in Mittersill.

Häufige Fragen zur Venenbehandlung

Die Radiofrequenzbehandlung (Radiofrequenzablation, RFA) und die klassische Stripping-Operation sind zwei etablierte Verfahren zur Behandlung von Krampfadern. Beide schalten eine erkrankte Stammvene aus, damit sich der Blutfluss auf gesunde Venen verlagert.

So funktioniert die Radiofrequenzbehandlung: Unter Ultraschallkontrolle wird ein dünner Katheter in die erkrankte Vene eingeführt. Durch kontrollierte Wärmeenergie verschließt sich die Vene von innen und wird mit der Zeit vom Körper abgebaut. Beim Stripping wird die Vene dagegen über Hautschnitte freigelegt und mechanisch entfernt.

Vorteile der Radiofrequenzbehandlung bei Krampfadern:

  • weniger Schmerzen nach dem Eingriff
  • geringere Blutergüsse und Schwellungen
  • nur kleine Hautschnitte für ein besseres kosmetisches Ergebnis
  • schnellere Erholung und frühere Rückkehr in den Alltag
  • häufig ambulant und in örtlicher Betäubung durchführbar
  • geringeres Risiko für Wundheilungsstörungen und Nervenverletzungen

Die langfristigen Verschlussraten beider Verfahren sind vergleichbar. Nicht für jede Krampfader ist die Radiofrequenztherapie geeignet – etwa bei stark geschlängelten oder sehr oberflächlichen Venen. Grundlage der Entscheidung ist immer die genaue Untersuchung sowie Wünsche und Vorstellungen unserer PatientInnen.

Die Cyanoacrylatembolisation – auch Venenkleber-Verfahren genannt – ist ein minimalinvasives Verfahren zur Krampfadernbehandlung. Über einen dünnen Katheter wird ein medizinischer Gewebekleber in die erkrankte Vene eingebracht, der sie dauerhaft verschließt. Das Blut wird auf gesunde Venen umgeleitet.

Das Verfahren kann besonders vorteilhaft sein, wenn eine rasche Rückkehr in den Alltag gewünscht ist, Kompressionsstrümpfe nicht vertragen werden oder eine Betäubung entlang des gesamten Venenverlaufs vermieden werden soll. Da keine Hitze eingesetzt wird, ist meist keine Tumeszenzanästhesie nötig. Nicht geeignet ist die Methode unter anderem bei akuter Venenthrombose, ausgeprägter Entzündung oder bekannter Überempfindlichkeit gegen Cyanoacrylat.

Die klassische Stripping-Operation wird heute seltener durchgeführt, weil minimalinvasive Verfahren wie Radiofrequenzablation oder Venenkleber bei geringerer Belastung ähnliche Langzeitergebnisse liefern. Dennoch hat sie weiterhin ihren festen Platz.

Eine Stripping-Operation kann sinnvoll sein, wenn die erkrankte Vene sehr stark erweitert oder geschlängelt ist, anatomische Besonderheiten endovenöse Verfahren erschweren oder eine frühere Behandlung erfolglos war. Welches Verfahren für Sie geeignet ist, klären wir anhand einer Duplexsonographie gemeinsam.

In den meisten Fällen sehr rasch – die schnelle Erholung ist einer der großen Vorteile minimalinvasiver Verfahren.

  • Bürotätigkeit oder überwiegend sitzende Arbeit: oft nach 1–3 Tagen
  • leichte körperliche Tätigkeit: meist sofort wieder
  • schwere körperliche Arbeit: häufig nach ein paar Tagen, abhängig vom Eingriff

Nach der Behandlung ist Bewegung ausdrücklich erwünscht: regelmäßiges Gehen und Spaziergänge fördern die Durchblutung und senken das Thromboserisiko. Nach einer klassischen Stripping-Operation ist die Ausfallzeit in der Regel länger als nach einer Radiofrequenz- oder Klebebehandlung.

Ja. Ein chronisches Geschwür am Unterschenkel kann durch Krampfadern beziehungsweise eine chronische Venenschwäche verursacht werden. Man spricht dann von einem venösen Ulkus (Ulcus cruris venosum) – der häufigsten Ursache chronischer Wunden am Bein.

Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, staut sich Blut in den Beinvenen und der Venendruck steigt dauerhaft an. Dieser venöse Hochdruck schädigt Haut und Gewebe, bis eine schlecht heilende Wunde entsteht. Typische Hinweise sind eine Wunde am Innenknöchel oder unteren Unterschenkel, geschwollene Beine, sichtbare Krampfadern, braune Hautverfärbungen sowie Beschwerden, die sich im Stehen verschlimmern und beim Hochlagern bessern.

Häufig ist eine Behandlung der ursächlichen Krampfadern sinnvoll – nach genauer Abklärung per Duplexsonographie. Die moderne Therapie eines venösen Ulkus ruht auf zwei Säulen: einer konsequenten Kompressionstherapie und der Behandlung der ursächlichen Krampfadern, heute meist minimalinvasiv. Wichtig ist, andere Ursachen wie arterielle Durchblutungsstörungen oder Diabetes auszuschließen.

Genau diese Kombination aus Venenbehandlung und Wundversorgung bieten wir in Mittersill aus einer Hand. Vereinbaren Sie eine Abklärung.

Wenn der Eingriff in rein örtlicher Betäubung durchgeführt wird, Sie sich danach fit fühlen und Ihre Beine uneingeschränkt mobil sind – was in aller Regel der Fall ist – dürfen Sie selbst fahren. Keinesfalls dürfen Sie das Auto benutzen, wenn zusätzlich zur örtlichen Betäubung eine Sedierung (ein Schlafmittel) verabreicht wurde.

Das postthrombotische Syndrom (PTS) ist eine Langzeitfolge einer tiefen Venenthrombose. Es entsteht, wenn die Venenklappen durch die Thrombose dauerhaft geschädigt werden oder die Vene teilweise verschlossen bleibt. Das Blut fließt schlechter zum Herzen zurück, der Venendruck bleibt chronisch erhöht.

Etwa 20 bis 50 Prozent der Betroffenen entwickeln innerhalb von zwei Jahren nach einer tiefen Venenthrombose ein PTS. Typische Beschwerden sind Schwere- und Spannungsgefühl, Schmerzen, Schwellungen, Krampfadern und in fortgeschrittenen Stadien braune Hautverfärbungen, Verhärtungen oder chronische Wunden am Unterschenkel. Die Diagnose stützt sich auf die Vorgeschichte und eine Duplexsonographie.

Wichtigste Maßnahme ist die Kompressionstherapie, ergänzt durch Bewegung zur Aktivierung der Wadenmuskelpumpe, Gewichtsreduktion und – bei Hautveränderungen oder Wunden – modernes Wundmanagement. Bestehen zusätzliche Krampfadern, kann deren gezielte Behandlung die Heilung unterstützen.

Zunehmend zum Einsatz kommen in der modernen Gefäßmedizin Venenstents, die chronisch verschlossene oder eingeengte Abschnitte, vor allem im Beckenbereich, aufdehnen und für den Blutfluss wieder durchgängig machen.

Das pelvine Stauungssyndrom (PCS vom englischen pelvic congestion syndrome) ist eine chronische Venenerkrankung des kleinen Beckens. Die Beckenvenen sind erweitert, die Venenklappen schließen nicht mehr richtig, das Blut staut sich. Betroffen sind überwiegend Frauen, häufig nach mehreren Schwangerschaften.

Leitsymptom ist ein chronischer Beckenschmerz, der länger als sechs Monate besteht und sich im Stehen, am Abend oder während der Menstruation verstärkt. Weitere Hinweise sind Druck- und Schweregefühl im Becken, Schmerzen im unteren Rücken sowie Krampfadern an Vulva, Gesäß oder Oberschenkeln. Da viele andere Ursachen infrage kommen, ist eine gründliche, auch gynäkologische Abklärung wichtig.

In unserer Ordination übernehmen wir die venöse Diagnostik des Beckenvenensyndroms. Die interventionelle Behandlung – meist eine Katheterembolisation der erweiterten Venen – erfolgt in enger Abstimmung mit einem spezialisierten Zentrum für Gefäßmedizin oder interventionelle Radiologie.

Dr. Paul Schweighofer

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit den Erkrankungen von Venen, insbesondere mit der chirurgischen und interventionellen Behandlung von Krampfadern an den Beinen. Die langjährige Erfahrung mit den unterschiedlichsten Behandlungsmethoden erlaubt es mir, eine exakt auf Ihre Ansprüche abgestimmte Therapie zu erstellen und umzusetzen.

Fortbildung & Ausbildung

Facharzt für Chirurgie | Arzt für Allgemeinmedizin

  • Fortbildungszertifikat Phlebologie der Dt. Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie
  • Zertifizierter Anwender von ClosureFast® sowie VenaSeal®
  • Seit 2022 Proktor der Firma Medtronic für die genannten Verfahren
  • 2019 Zertifizierung des KSK Schwarzach zum Venenkompetenzzentrum der Dt. Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie
  • Jahrelange Leitung der Krampfadernambulanz KSK Schwarzach
  • Mehrfache Vorträge bei nationalen und internationalen Kongressen, wie z.B. Österreichischer Chirurgenkongress 2023 (Salzburg), Dreiländertagung der Deutschen, Schweizer sowie Österr. Gesellschaften für Gefäßchirurgie 2022 (Wien), VascMed 2024 (Linz), Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie 2025
  • 2012-2025 Oberarzt an der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie KSK Schwarzach